Dachgeschoßausbau - Dachdecker
Sanierung des Dachstuhles und der Decke durch den Dachdecker
Es kommt vor, dass die Kehlbalken für die Raumhöhe zu niedrig angeordnet sind. Eine konstruktive Veränderung des Dachstuhles erfordert immer einen Statiker. Nur so viel sei hier gesagt, da Kehlbalken im allgemeinen nur um ihre eigene Höhe nach oben versetzt werden können.
Der Kehlbalken wird mit Schraubzwingen gegen die Sparren geheftet, so da man die Schnittschräge anzeichnen kann. Beim Gegenschrauben mit der Schraubzwinge werden die Dachsparren mit der Wasserwaage ausgerichtet. Eine Befestigung am Sparren kann mittels Holzlaschen oder Nagellochplatten erfolgen. Etwas einfacher gestaltet sich die Konstruktion, wenn man anstelle eines zwischengesetzten Balkens auf jeder Seite des Sparrens zwei Kehlbalkenzangen annagelt. Hierbei müssen genaue Vorschriften für die Nagelung befolgt werden. Wer mehrere Balken auswechselt oder zusätzlich anbringen muss, der fertigt sich am besten eine Nagelschablone an, deren Raster vom Statiker angegeben ist.
Wenn die Deckenbalkenlage statisch nicht ausreichend bemessen ist, was man gerade bei älteren Bauten häufig antreffen kann, sollte man Stahlträger entweder unter den Holzbalken durchziehen oder zwischen den Balken einsetzen.
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Sanierung des Fußbodens durch den Dachdeckermeister
Die richtige Konstruktion einer Decke besteht aus drei Teilen:
1. Der tragenden Konstruktion (das ist die tragende Decke)
2. dem schwimmenden Estrich
3. dem Fußboden
Bei der Renovierung des Fußbodens ist im wesentlichen auf den Schallschutz zu achten. Diesen übernimmt der sogenannte schwimmende Estrich. Er ist eine zweite schwebende oder schwimmende Decke über der tragenden Konstruktion. Zum Schwimmen kommt der Estrich dadurch, da er unten und an den Seiten ein Bett aus Dämmaterial erhält. Der Trittschall darf nicht vom Estrich auf die Wände und Deckenkonstruktion übertragen werden. In den meisten Fällen bedeutet das Vorhergesagte, da überhaupt ein Fußboden mit schwimmendem Unterboden eingebracht werden muss. Das wiederum bedeutet: Umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen für die Aufnahme des Fußbodens.
Geringe Unebenheiten der Decke, etwa bis zu 2 cm, werden mit Spachtelmasse ausgeglichen. Über 2 cm können unebene Fußböden mit einer sogenannten Trockenschüttung (sie wird fertig von den Firmen geliefert) ausgeglichen werden. Das Schüttmaterial weist eine Körnung von 1 bis 4 mm auf und braucht nicht nachverdichtet zu werden. Zunächst werden Abziehplatten völlig waagerecht und lose im Raum verlegt, die Schüttung wird eingebracht und mit einem Abziehbrett abgezogen. Im Zuge der Arbeiten werden die Abziehplatten entfernt und die Lücken mit dem Trockenschüttmaterial ausgefüllt.
Bei entsprechend hoher statischer Belastbarkeit von Holzbalkendecken ist es oft angebracht, die Fußbodendielen zu entfernen und aus den Zwischenräumen der Deckenbalken die ursprüngliche Schlackenfüllung wegzuräumen. Dann kann eine Leichtbetondecke über einer Kunststoffolie eingebracht werden. Darüber wird dann der schwimmende Estrich verlegt.
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Renovierung der Giebelwand
Putzfassaden können mit einem Vollwärmeschutzsystem, deren Oberfläche auch wieder Putz ist, renoviert werden. Es sieht aber auch nicht schlecht aus, wenn die Giebel Holzverschalungen erhalten. Die Dämmung der Außenwände kommt dann unter die Holzverschalung. Bei Ziegel- oder Fachwerkbauten muss die Dämmschicht innen angebracht werden, um die Fassade unverändert zu erhalten. Für das Raumklima im Inneren als günstig erweist sich eine Hintermauerung mit Gipsbauplatten, die entsprechend dick zu wählen sind, um genügend Wärmespeichermasse zu erhalten. Die Gipsbauplatten werden mit Abstand zur Außenwand vermauert und der Zwischenraum mit Dämmstoffmatten oder einer Dämmstoffüllung ausgefüllt. Sind die Außenwände sehr dünn, wird eine Unterspannbahn dazwischen gelegt. Durch die Fassade schlagendes Wasser kann die Wärmedämmschicht nicht durchfeuchten.
Die eigentliche Renovierung der Fassade kann dann von außen folgen:
Vergrünungen des Mauerwerks oder bakteriell befallene Stellen werden mit der Drahtbürste abgerieben und mit einem chemischen Mittel behandelt. Lose Mörtelstellen werden aus den Fugen entfernt. Fehlstellen der Ziegel- oder Mauersteine können mit Spachtelmassen, die einen Farbzusatz erhalten, ausgebessert werden. Dann wird neu mit Reparaturmörtel verfugt. Zum Schluss werden Mörtelspritzer entfernt und die ganze Fassade mit einem Fassadenreinigungsmittel, das Kalkausblühungen oder Zementschleier entfernt, abgewaschen. Ein nach Auftrocknung nicht sichtbar werdendes Imprägnierungsmittel dichtet die ganze Fassade gegen Wettereinflüsse ab. Das gleiche Verfahren kann man bei Mauerausfachungen im Holzfachwerk anwenden:
1. Losen Mörtel herausschlagen.
2. Neu verfugen.
3. Ein Fassadenimprägnierungsmittel aufbringen. Die Fuge zwischen Holz und Mauerwerk wird mit einem elastoplastischen Dichtstoff ausgefüllt.
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