Erntehelfer 2009
Der Erntehelfer-Mangel hat endlich zu politischen Konsequenzen geführt: Der deutsche Bundesrat hat rechtzeitig vor Beginn der Saison 2009 eine Gesetzesänderung beschlossen, nach der ab sofort eine Beschäftigung von Saisonarbeitskräften über einen Zeitraum von sechs Monaten möglich ist. Zuvor lag die längstmögliche Dauer bei sechs Monaten. Doch kann so der Bedarf an Erntehelfern gedeckt werden?
Es spricht einiges dafür, dass auch im Jahr 2009 zu wenig Erntehelfer für die deutsche Landwirtschaft und die Weinlese in Deutschland zur Verfügung stehen werden. In der Regel sind Erntehelfer nur wenige Wochen beschäftigt. Die viermonatige Dauer, die in der Vergangenheit möglich war, wurde nur in seltenen Fällen tatsächlich ausgenutzt. Insofern wird sich die Verlängerung der Beschäftigungsdauer auf dann sechs Monate nur bedingt auswirken.
Sollte der deutsche Arbeitsmarkt sich aber so schlecht entwickeln, wie das einzelne Forschungsinstitute vorhersagen, könnte vielleicht die Nachfrage deutscher Arbeitnehmer nach Erntehelfer-Jobs wieder ansteigen. Dies könnte einen größeren Einfluss auf den Erntehelfer-Mangel haben als die Verlängerung der Beschäftigungsdauer.
Dirk Steffes
start@erntehelferdienst.de
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