25. Mai 2010

Feiertage flexibler gestalten

Wie jedes Jahr haben wir in der Schweiz neben den normalen Ferientagen noch zusätzlich die Feiertage, welche meist Arbeitsfrei sind und somit einen gratis Ferientag darstellen. Die meisten davon sind kirchlich gesetzliche Feiertage, doch statt in der Kirche findet man die Leute auf den Spielplätzen, beim grillieren oder in den Kaufhäusern. War es einst verpönt im Schweizer Fernsehen an den Feiertagen Werbung zu schalten gehört es heute zum Alltagsleben, dass sich an solchen Tagen die Käufhäuser vollgerammelt den Publikum präsentieren, denn dafür gibt es ja die Feiertags-Spezialbewilligung, welche mittlerweile sogar der Tante Emma Laden um die Ecke eingeholt hat, dass man am „Berchtoldstag“ die Bude offen lassen kann.

Nun gut, neben dem Ostermontag Motocross im Kanton Thurgau und den überfüllten Kaufhäusern kaum ist Weihnachten vorbei fragt man sich schon, weshalb es eigentliche diese vorgeschriebenen Feiertage gibt. Da könnte man doch die kirchlichen Feiertage streichen und in jeder Firma den Mitarbeitern einfach pro Jahr 10 zusätzliche Ferientage schenken. Diese dann kann ich diese beziehen wenn ich möchte. So muss ich nämlich nicht am regnerischen Pfingstmontag grillieren gehen am See, sondern kann mir diesen Tag auf den Juni oder Juli aufsparen und dann habe ich zumindest genügend warm – und weniger Leute hat es dann auch und ich finde meine Grillstelle nicht so überfüllt.

Dementsprechend kann man nach Weihnachten bald wieder ins Geschäft gehen und sich diesen Tag für Mitte Januar aufsparen, dann hat es Platz auf der Skipiste und kann sich die ewig langen Familienbesuche über diese Tage ersparen. Wem das nichts sagt, der kann ja immer noch sämtliche Feiertage so beziehe wie Sie die Kirche vorgibt – und kann auch an diesen Tagen in die Kirche gehen; dort hat es nämlichen an diesen Tagen genügend Platz.

Alle Feiertage in Videoform dargestellt gibt es hier

01. März 2010

Kindern Helfen

Haben sie auch schon einmal selbst über eigenen Nachwuchs, also Kinder nachgedacht? Wenn ja, dann darf man sie zunächst einmal beglückwünschen, denn viele Menschen machen sich gerade zu diesem sehr wichtigen und auch tiefgreifenden Thema leider überhaupt keine Gedanken. Dies ist nun vor allen Dingen auch deshalb eben so schlimm, weil eben immer mehr Menschen, genauer gesagt Mädchen schon in überaus frühen Jahren Schwanger werden. Ein Hauptgrund hierfür ist sicherlich das Thema der Sexualität mit dem einfach in der heutigen Zeit und Generation viel offener und freizügiger Umgegangen wird. Das ist auch ein Grund hierfür, wieso oftmals ein Baby auch ungewünscht auf die Welt kommt, denn leider denken die wenigsten bei bzw. vor ihrem Spaß eben auch an das Thema Verhütung. Doch gerade das würde eben vor allen Dingen der Frau oder dem Mädchen es möglich machen sich aktiv für oder gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden. Für manch einen Leser mag dies nun sicherlich etwas hart und unverständlich klingen, doch sollte man einfach auch die Folgen dieses Vorgangs einmal beachten. Wer heutzutage ein Kind bekommt, dem stehen auch viele neue Ausgaben bevor. Dies beginnt schon mit der Anschaffung von einem Babykinderwagen und geht eben weiter über Kleidung, Spielzeug und Windeln beispielsweise. Sicherlich sind Kinder toll, doch denken sie doch einmal sehr genau und intensiv darüber nach, ob sie denn nun auch tatsächlich reif hierfür sind, denn nur dann hat auch das kommende Kind ein tolles Leben mit allen Möglichkeiten vor sich. Dabei sollte man auch bedenken, dass man beispielsweise sich sein eigenes Leben nicht verbaut, was viele Paare im Nachhinein leider tun und dabei oftmals dem Kind dann dies auch als Schuld aufbürden.

05. Februar 2010

Lagerhalle für unterschiedliche Zwecke

Sie brauchen einen Ort, an dem Sie ihr Boot im Winter unterstellen können? Kein Problem suchen Sie sich doch eine Lagerhalle. In dieser können Sie Ihre Boot bequem überwintern lassen. Es steht dort geschützt, falls Reparaturen notwendig sein sollten, können Sie dieses auch in dieser Halle erledigen. Diese Räumlichkeiten werden in verschiedenen Zeitungen angeboten. Doch auch im Internet sind sie zu finden. Man muss nur suchen. Lagerhallen werden meistens von privat vermietet. Die Mietdauer ist hier meistens über mehrere Jahre. Der Mietzins ist deutlich geringer als er es bei einem Wohnraum wäre. Dies kommt daher, dass in einer Lagerhalle fließendes Wasser und eine Heizung nicht unbedingt vorhanden sein müssen. Oft war in dieser Lagerhalle früher eine Firma untergebracht. Was erhalten geblieben ist, sind die Räumlichkeiten. Damit diese nicht ungenutzt leer stehen, werden sie von den Eigentümern dann an dritte weitervermietet. So erfüllen sie noch einen Nutzen und der Besitzer bekommt die Miete.
Doch auch verschiedene Betriebe brauchen eine Lagerhalle. Sieht man sich einen Dachdeckerbetrieb an, braucht dieser eine Menge Platz, um seine Maschinen und das benötigte Material unterzubringen. Aus diesem Grund wird bei einem neuen Betrieb immer gleich eine große Halle mitgebaut. Es wäre unsinnig und würde unnötige Kosten verursachen, wenn diese Firma sich eine Lagerhalle mieten müsste. Aus diesem Grund wird bei einem Neubau immer auch auf den Platz für eine Halle geachtet. Hier hat der Betrieb dann alles vor Ort und hat so auch einen besseren Überblick über das Material und seine Maschinen. Ein Ort, an dem die Firma untergebracht ist, ist für alle Beteiligten das Beste. Es entfallen unnötige Wege und unnötige Kosten. So ist eine Lagerhalle immer von Vorteil.
Geht eine Firma Konkurs, bleiben diese Hallen dann übrig und werden an Dritte weitervermietet. Dadurch lässt sich wenigstens ein Teil der Kosten decken. Eine Unterbringung in einer Lagerhalle lässt sich in der Regel unkompliziert organisieren.

07. April 2009

Abnehmen leicht gemacht

Wer sich in der jetzigen Zeit einmal mit dem Gedanken trägt eine so genannte Diät anfangen zu wollen um eben das eigene Gewicht durch abnehmen zu reduzieren, der sollte auf jeden Falle bevor er so etwas in Angriff nimmt hierbei einmal eine so genannte Diät Beratung beim eigenen Hausarzt in Anspruch nehmen. Oftmals ist es nämlich einfach so, dass eine solche Diät einfach mit zu hohen Erwartungen verknüpft wird, so dass eben auch die Motivation sinkt, wenn die eigens gesteckten Verlustziele in Kilogramm dann eben infolgedessen nicht erreicht werden können. Der Arzt kann beispielsweise eben hierbei auch einmal aufzeigen, was denn in wie weit sinnvoll und auch erreichbar ist, denn radikales Abnehmen bringt einem in der Diät keinesfalls weiter, sondern dies erhöht im Grunde nur die Gefahr einen so genannten JoJo Effekt dann abschließend zu bekommen. Doch natürlich sollte man eine solche Diät Beratung nicht nur deshalb machen, oftmals kann hierbei nämlich auch vom Arzt ein Ernährungsplan aufgestellt werden, mit dem man schlussendlich auch sicherstellen kann, dass eben der eigene Körper auch weiterhin mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffe versorgt wird, die er einfach braucht und nachfrägt. Doch bei einer Diät sollte man stets beachten, dass auch nach dem Ende einer solchen nicht sofort normal und in Mengen wieder gegessen und getrunken werden kann. Tut man dies nämlich, so sind die zuvor mühsam abgehungerten Pfunde umgehend wieder auf den eigenen Rippen dann zu finden. So oder so, gilt es jedoch dauerhaft Motiviert zu bleiben und eine Diät über einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen einmal anzulegen und anzusetzen.

02. April 2009

Perfektionisten gesucht

Der Beruf des Butlers ist noch nicht ausgestorben. Vielleicht sehen sie nicht mehr ganz so steif aus, wie man sie aus verschiedenen Filmen kennt. Häufig genießen sie auch keine Ausbildung mehr in einer speziellen Butlerschule, obwohl es diese noch immer gibt. Nicht selten waren Butler jahrelang in angesehenen Hotels tätig, bevor sie in einen Privathaushalt wechseln. Wer einen Butler heutzutage einstellt, erwartet ein Allroundtalent, das sich mit allen Dingen, vom Kochen bis zum Schuheputzen auskennt. Dabei soll er stets gepflegt aussehen und das vom Scheitel bis zur Sohle, wobei die Fingernägel nicht zu vergessen sind. Natürlich wird ein perfekter Umgang mit Gästen vorausgesetzt, weswegen Fremdsprachenkenntnisse sehr wichtig sein können. Wer über entsprechendes Sprachwissen verfügt, hat in diesem Berufsfeld gute Chancen, im Ausland zu arbeiten. Bei Hauspersonal, wie hier, bei dem ein enger Kontakt zwischen der Familie und dem Personal besteht, ist es außerdem sehr ausschlaggebend, dass sich Butler und Familie gut aufeinander einstellen können. Dabei mag es Unterschiede geben zwischen Arbeitgebern aus der Industrie und dem Adel. Gerade Adlige sind Pünktlichkeit in besonderem Maße gewöhnt und erwarten, dass selbstverständlich von ihrem Personal. Ein Butler in einem Adelshaus sollte außerdem die Titel kennen, um Gäste richtig begrüßen zu können. Ein besonderes Aushängeschild eines Butlers ist die Tischdekoration. Hier sollte alles exakt und ansprechend sein. Es versteht sich von selbst, dass ein Butler über eine hohe Selbstbeherrschung verfügen muss. Und sollte eine Anweisung einmal etwas merkwürdig erscheinen, so ist sie dennoch widerspruchslos zu befolgen. Es mag hart sein gutes Personal zu finden, doch es ist nicht unmöglich.

18. Februar 2009

Musikunterricht außerhalb der Schule

Gerade weil der Musikunterricht in den Schulen stundenplanmäßig zu kurz kommt, die Bedeutung der Musik aber von hoher Wichtigkeit ist, gehen immer mehr Eltern und Institutionen dazu über, am Nachmittag Programme anzubieten. Neben dem weit verbreiteten privaten Klavierunterricht wird häufig von Gemeinden, Kirche oder aber auch von Privat Instrumentalunterricht angeboten. Selbst die Freiwillige Feuerwehr gibt vielerorts Musikunterricht, um für ihre Kapellen Nachwuchs zu bekommen.

Relativ neu sind so genannte „Musikkarusselle“, bei denen die Kinder in einem bestimmten zeitlichen Intervall verschiedene Instrumente ausprobieren können. Auch die frühförderliche Musikerziehung ist in einigen Städten und Gemeinden vertreten. Hier bieten ausgebildete Musikpädagogen den Kindern Rhythmusschulung, Singen, Bewegen, Tanzen und auch den Umgang mit Instrumenten – in erster Linie mit Orff’schen Instrumenten an.

Eine sowohl die Musikalität wie auch das Sozialverhalten fördernde Art des Musikunterrichts außerhalb der Schule ist das Singen im Kinderchor. Hier werden Spaß, Disziplin und Engagement gefordert. Durch öffentliche Auftritte bekommen die Kinder eine Zusatzmotivation.

So gut gemeint die musikalische Erziehung und Förderung durch Eltern, Vereine und Verbände auch gemeint ist, man sollte nicht vergessen, dass immer der Spaß der Kinder im Vordergrund stehen sollte. Kinder sollten gerne und vor allem freiwillig dem musizieren nachgehen. Wenn Ihr Kind (noch) kein Spaß an einem Musikinstrument hat, geben Sie ihm noch etwas Zeit!

20. Januar 2009

Liebeszauber zur Hilfe – wie bekommt man ex zurück

Wenn man einen Lieben Menschen verloren hat, mit dem man eigentlich noch lange Zeit glücklich sein wollte, weil es in der Beziehung einfach nicht so geklappt hat, wie beide sich das gewünscht hätten, dann ist das sicherlich hart. Manchmal überlegt manauch: wie bekommt man ex zurück

Aber man muss versuchen mit der Situation so gut wie möglich umzugehen, denn Trennungen gehören einfach zum Leben und können immer wieder vorkommen, auch wenn man natürlich jedes Mal aufs Neue den Schmerz erlebt und in der ersten Zeit einen absoluten Mangel an Selbstbewusstsein hat, der automatisch dafür sorgt, dass man sich auch weniger oft aus dem Haus wagt. Um dieses Leid so schnell wie möglich zu beenden, kann man durchaus auch einmal einen liebeszauber versuchen, wenn man an solche Dinge glaubt. Eine Formel oder ein Ritual, durch das man seine Ausstrahlung bereinigt und in der Lage ist sich wieder für neue Partnerschaften und Menschen zu öffnen hat zwar keine nachweisbare Wirkung, aber wer an diese Art von Magie glaubt, der wird sich dann automatisch wohler in seiner Haut fühlen und mit neuem Schwung an die Dinge heran gehen.

Einen solchen liebeszauber anzuwenden, durch den man vielleicht neue Menschen auf sich aufmerksam machen kann sorgt automatisch dafür, dass man sich selbst etwas mehr öffnet und sich eher auf eine neue Bekanntschaft einlässt, als wenn man noch voll und ganz in Gedanken an die vergangene Beziehung steckt und diese einfach nicht aus seinen Erinnerungen verbannen kann. Verbunden mit ein bisschen Abwechslung und vielleicht einem netten Abend mit Freunden, der einem sicherlich Spaß machen wird, kann man so eine echte Hilfe erfahren.

08. Januar 2009

Vereinfachungen des täglichen Lebens

Was bringt einen Menschen dazu, etwas zu erfinden? Und was macht einen kreativen Kopf zum Erfinder? In den meisten Fällen kann man Erfindungen einfach der menschlichen Faulheit zugute schreiben. Ob die Dampfmaschine, die Waschmaschine, der Elektroherd, der Computer oder der selbst agierende Rasenmäher, der Mensch erfindet Dinge, die ihm das Leben und vor Allem die Arbeit leichter machen sollen. Die Fördermaschine, die Kohle, Eisenerz oder Salz aus den Bergwerken heraufbringt gehört genau so dazu, wie das Küchenmesser, das sich seit seiner ursprünglichen Erfindung zwar sehr viel weiter entwickelt hat, aber noch immer der ihm zugedachten Funktion entsprechend gebaut wird. Wer kann sich heute noch daran erinnern, dass vielleicht noch die Oma erst Feuer im Badeofen machen musste, um das Wasser für das wöchentliche Bad zu erhitzen? Allerdings wird das Erfinden häufig mit dem Entdecken verwechselt. Letzteres bezeichnet einen Umstand oder eine Sache, die bereits vorhanden ist, aber bis zu ihrer Entdeckung nicht bekannt war. Die Erfindung aber bezieht sich auf bereits bekannte Dinge, die sie in einen neuen Zusammenhang setzt. Die Schwerkraft beispielsweise wurde entdeckt, der Aufzug, der die Schwerkraft durch Kabine und Gegengewichte nutzt, erfunden. Man könnte auch sagen, dass eine Entdeckung ein Naturgesetz definiert, eine Erfindung ein Naturgesetz umsetzt. Heutzutage werden meist greifbare, technische Neuerungen mit dem Begriff Erfindung belegt, die abstrakte oder philosophische Neuerung beispielsweise eines Versmaßes wird weitestgehend außer Acht gelassen. Die ersten Erfindungen wurden vermutlich bereits von Tieren gemacht, sicher bekannt und historisch belegbar sind allerdings Erfindungen, die der Mensch machte. Ob Faustkeil, Schwert oder Kanone, Sichel, Hammer oder Beil, sowohl Waffen wie Werkzeuge wurden als Vereinfachung von Leben und Arbeiten empfunden.

04. November 2008

Klein, jedoch nicht unbedeutend

Der Mensch, also der homo sapiens sapiens, ist allgemein hin für eine gewisse Rücksichtslosigkeit und Arroganz bekannt. Wer das leugnet, dem kann vielleicht auch noch mangelnde Selbstwahrnehmungsfähigkeit vorgeworfen werden, aber so viel Selbstreflexion muss schon drin sein, will man sich als die Krönung der Schöpfung titulieren.
Denn damit hängt unsere Arroganz und Missachtung anderer vor allem zusammen, damit nämlich, dass wir glauben, wir hätten den höchsten Bewusstseinsgrad unter allen Lebewesen.

Selbst wenn dem so ist, so ist das noch lange kein Grund, andere Lebensformen und ihre subjektive Wahrnehmung, teils verfügen sie ja auch über eine kollektive Kognitionsfähigkeit, geringer zu schätzen. Aus solchen intra-rassischen Überlegungen der Menschen sind schließlich die größten Verbrechen der Menschheit entstanden, seien es Pogrome oder der Holocaust oder andere Genozide bis hin zum Sklavenhandel -alles nur, weil sich eine Unterart, vorausgesetzt solche existieren tatsächlich voneinander trennbar, der anderen überlegen fühlt(e).
Allgemein zeugt dieser Umstand davon, dass viele glauben, weil man größer, stärker oder vielleicht tatsächlich intelligenter als andere ist, darf man die andere Gruppe marginalisieren, unterdrücken, bekehren, missionieren oder wie man es auch nennen will.
Das alles rührt von der Misskonzeption her, dass klein mit unbedeutend und unwichtig gleichgesetzt wird, anstatt den spezifischen Nutzen zu schätzen.

Ob es nun um eine riesige LKW-Waage geht, die ohne kleiner, sensibler, technisch vielleicht durchaus relativ primitiven Wägezellen nicht funktionieren würde, oder um unser gesamtes globales Ökosystem, das ohne Algen oder verschiedene Bakterien auch nicht funktionieren kann. Ganz egal, wie weit die „Krone der Schöpfung“ Mensch technisch und wissenschaftlich fortgeschritten ist.
Ohne kleiner, mitunter primitiver Bausteine kann so einiges nicht klappen, ganz egal, ob es ein kleiner Handystromkreislauf ist oder eine globale Logistik.
Deshalb muss einem bewusst sein, dass man „klein“ oder „schwach“ auf keinen Fall mit unbedeutend, minderwertig oder redundant gleichsetzen darf.

Sandra Vassner
sandra.vassner@googlemail.com

26. September 2008

Geschichten aus dem Leben

Sie liegt ganz nackt in einem dunklen Zimmer, nur das Mondlicht, das durch das Fenster dringt, erhellt ihr Gesicht und die Entstellungen darin.
Ihr ganzer Körper ist taub, sie kann sich nicht eigenständig bewegen, alles was sie tun kann ist daliegen.
Wie oft hat sie das schon ertragen müssen, ohne aus ihrem Zuhause, andere würden es ein Verlies nennen, ausbrechen zu können.

Geschlagen, benutzt, fast wurde ihr der Kopf abgerissen. Dann fallen gelassen, am Boden liegend traten sie noch auf sie. Nur um irgendwann endgültig weggeworfen zu werden, weil sie nicht mehr interessant ist, ihr Antlitz nicht mehr wie früher glänzt oder einfach weil ihr Besitzer sich von ihr weg entwickelt hat, sie sich sozusagen auseinanderlebten.
Früher noch konnte keine Minute vergehen, ohne dass ihr die gesamte Aufmerksamkeit galt. Sie bekam fast wöchentlich neue Kleider, manchmal gar ein Auto oder sogar ein Haus.
Deshalb erduldete sie wohl auch die Übergriffe, teils sogar vom Bruder, der sie so gar nicht leiden konnte und dies auch physisch nur zu gerne unter Beweis stellte.
Was soll man machen, sie wurde dafür ja reichlich entlohnt. Dann wieder neues Make-Up und Schminke, um sie wieder wie neu und hübsch aussehen zu lassen. Damit niemandem auffällt, dass ihre Haut verblasst. Doch es fällt auf.

Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis an ihre Stelle eine jüngere, eine neue rückt. Vielleicht kann sie trotzdem im Haus bleiben, doch nur noch als Restposten, als das Stück das zwar noch vorhanden ist, aber auch eher nur der alten Bindung willen. Interessieren tut sie nicht mehr, warum auch, die neue ist eben neuer, aufregender.
Vielleicht wäre es besser, sie würden sie rausschmeißen, einfach weg, damit keiner mehr ihren Anblick ertragen muss, die zerzauste Frisur, die alten Kleider, die vergilbte Haut.
Das Schicksal einer Barbie.

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