13. Februar 2008

Das absonderliche Balzverhalten post-pubertärer Büromenschen während datt der Zoch kütt

Gemeinhin gilt der Kölsche Karneval als fünfte Jahreszeit im Rheinland. Aus der Tierlogie wissen wir, dass die Paarungszeit nur zu ganz bestimmten Zeitpunkten eines jeden Jahres stattfindet. Beispielhaft sei hier der Hirsch erwähnt, dessen außerordentliches Merkmal, das Geweih, dem Imponierverhalten und Kämpfen zur Sicherung eines gewissen Paarungsvorrechts dient. Parallelen zum „Kölsche Jong“ sind hierbei durchaus nicht von der Hand zu weisen. So kleidet sich der echte Kölner zum Karneval in der Regel besonders maskulin – mal als Pirat, als Feuerwehrmann, vorwiegend aber als Clown. Wobei letzteres jetzt nun wirklich kein Sinnbild sein soll…

Primärziel ist es jedenfalls, möglichst viele Bützchen, zu Deutsch „Küsschen“, von möglichst vielen Kölsche Mädchen zu erhaschen. Erhält der Kölner tatsächlich nun vom ein oder anderen Mädchen besonders viele Bützchen, wittert er seine Chance und beginnt die ersten seriöseren Balzversuche. Problematisch ist hier zumeist nur, dass sich schon viele weitere Konkurrenten im Kampf um die raren Plätze in der Rangordnung eingereiht haben. Von Vorteil kann also nur sein, das richtige Durchsetzungsvermögen an den Tag zu legen – oder eben flexibel zu sein. Zuweilen ist dies in Anbetracht der stetig steigenden Promillegrenze dann doch auch ein leichteres Unterfangen. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass der ohnehin gern als leicht homogen verschriene Kölner seine Bützchen besonders gleichgeschlechtlicht verteilt. Tja, wäre das Geweih des Kölners doch nur so einfach zu erkennen wie das des Hirschs.

12. Dezember 2007

Schneegestöber - eine Weihnachtsgeschichte

8. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, daß ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Bob sagt, daß wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, daß ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, daß das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, daß er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee ! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte läßt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, daß ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.

15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Mußte mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!

20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, daß die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, daß die lügen. Bob sagt, daß ich schaufeln muß oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, daß er lügt.

22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weißen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, daß es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann mußte ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, daß er zu viel zu tun hat. Ich glaube, daß der Blödmann lügt.

23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, daß ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit - ich muß SCHAUFELN !!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, Sie hat, aber ich glaube, daß sie lügt.

24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, daß ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiß genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Straße runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Mußte nach dem Schneepflug Ausschau halten.

25. Dezember
Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der !*?#@$. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln läßt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, daß ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, daß sie eine Idiotin ist.Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muß, werde ich sie umbringen.

26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT !!!

29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, daß ich das Dach freischaufeln muß, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 DM Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.

31. Dezember

Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.

8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin ich an das Bett gefesselt ?

13. November 2007

Lustige Weihnachtsgedichte

Hallo ihr Lieben,

Weihnachten ist nicht mehr weit, letzte Nacht gab es zum ersten Mal Frost. Also habe ich mich auf einen Streifzug durch die Weihnachts-Weiten im Internet begeben und ein paar lustige Weihnachtsgedichte gefunden:
Als erstes darf natürlich mein Lieblingsweihnachtsgedicht nicht fehlen: “Von drauß’ vom Aldi, da komm ich her” (Knecht Ruprecht, nur anders - bitte nicht ernstnehmen ;-))

Von drauß’ vom Aldi komm ich her,
ich muß Euch sagen, die Regale sind leer.
All überall auf den Stufen und Kanten
saßen Türken, Polen und Asylanten.
Und draußen vor dem Eingangstor schaut verschüchtert ein Deutscher hervor,
und fragt mit leiser Stimme: “Ist für mich auch noch was drinne?”

Und wie ich so geh an der Kasse vorbei, seh ich auch Leute aus der Türkei.
Die haben gekauft und gefüllt ihre Taschen, die Deutschen, die gucken nur dumm diese Flaschen!
Wollt ich noch kaufen ein Stück Käse, schnappt sich den letzten ein Libanese.
Ich flitze zur Tür ich armer und stieß zusammen mit einem aus Ghana.
Dann wollt ich noch schnell zum Wohnungsamt, kommen mir fünf Polen entgegengerannt.
Völlig genervt fuhr ich mit dem Busse, sitzt mir gegenüber ein Russe.
Der Pole hat Kohle und reichlich Kredit, wir zahlen die Zeche für alle gleich mit.
Der Türke hat Häuser in der Türkei, der Deutsche keine Wohnung das arme Ei.
Komm lieber Asylant und sei unser Gast, gib uns die Hälfte von dem was Du hast.

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Und noch ein nettes, was auf das selbe Reimschema passt:

Der geklaute Weihnachtsbaum

Vom Walde draußen bin ich her,
ich wußte gleich, es weihnachtet sehr,
als dieser Kerl mit Beil und Schlitten,
verdächtig um mich rumgeschlichen.
Jetzt fängt er an mich umzuhauen,
Au! das tut weh! Der will mich klauen!
Auf den Schlitten werd ich geschmissen,
die Spitze beinahe abgerissen.

Dann hastet er eilig durch den Wald,
inzwischen ist ihm lausig kalt.
Womöglich macht zu dieser Stunde
der Förster grade seine Runde?
Jetzt fliegt über ‘ne Wurzel hin
und schrammt sich auf das Doppelkinn.
Bleibt stehn um etwas zu verschnaufen
und merkt, jetzt hat er sich verlaufen!

Sucht fluchend nun am Waldesrand
bis er sein Auto wiederfand.
Wirft mich, er hat`s gefunden kaum,
samt Schlitten in den Kofferraum und startet…
aber, tuck, tuck, tuck,
das Auto macht nicht einen Ruck.
Wär nicht ein netter Mensch gekommen,
der ihn in`s Schlepptau hat genommen.
er stünde dort noch sicherlich-

Weinachtsbäume, die klaut man nich!

03. September 2007

Haustier Sitting – Ein abgeschlossenes Kapitel

Meine Freundin hat eine kleine Tochter, die sechs Jahre alt ist. Und was wünschen sich Kinder diesen Alters am Sehnsüchtigsten? Richtig: Einen eigenen Fernseher im Zimmer, jede Menge kitschigen Schmuck und ein eigenes Pferd! Nur gut, das letzteres nicht in die Wohnung und in das Budget meiner Freundin passen, sonst würde ich über die Sommerferien nicht einen Hasen namens Flippy Haustier sitten, sondern womöglich ein Pferd namens Cindy! Das wäre erst recht ein Desaster! Schließt jetzt bitte schön keine voreiligen Urteile: Ich mag Tiere! Sie sind es, die keine Manieren haben….
Vor sechs Monaten ist mein Bruder in den Urlaub gefahren, und da er wusste, dass ich nicht ablehnen kann, hat er mir seine Katze Lola und The Brain, eine Ratte, aufgedrängt. Wie schon diese unharmonische Kombination erahnen lässt, entpupte sich die gesamte Woche zu einem absoluten Alptraum: Die Katze hat bereits bei unserer ersten Begegnung ihre Duftmarken in der gesamten Wohnung verteilt. Ihre Lieblingsaufgabe war es, mir direkt ins Gesicht zu pupen! Ich dachte nur: Die Arme, da sie den ganzen Tag in der Wohnung hausen muss, leidet ihr Verdauungs­tracht an Bewegungsmangel. Um dem entgegenzuwirken, bin ich mit Lola durch die Wohnung gejoggt, habe sie den Katzenbaum hoch und runter gejagt, und als ich dann ganz aus der Puste war, gönnte ich mir zur Entspannung eine Lesepause. Doch kaum hatte ich die erste Seite des Magazins aufge­schlagen, war Catwoman ganz in ihrem Element: Seiten zerfetzten bis zur Unlesbarkeit! An Freundschaft war von da an nicht mehr zu denken!
Und jetzt zur Ratte – The Brain: Sie wusste genau, dass wir Menschen nicht viel klüger als sie selbst ist sind und unverschämter weise, musst sie das auch demonstrieren! Wer also denkt, man kann eine entlaufene Ratte mit einen Stückchen Käse wieder einfangen der irrt! Den Käse hat The Brain zwar genüsslich verputzt, doch aus dem Käfig mit der Lockspeise ist sie trotzdem entwischt! Nach einer zweistündigen Katz und Maus – Entschul­digung – und Ratten Jagd, wurde es The Brain zu langweilig und sie beschloss, dass der Klügere aufgäben müsse. Nicht ich. The Brain tänzelte zufrieden zurück in ihren Käfig.Nach bereits gesammelten Haustier-Sitting- Erfahrungen, werde ich es diesmal mit Flippy besser organisieren – im eigenen und dem Interesse des Hasens! Also recherchiere ich ihm Internet und find interessante Informationen:

  1. Der Hase sieht zwar aus wie einer, ist aber in Wirklichkeit ein Kaninchen.
  2. Da Flippy einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn hat, werde ich viel mit meiner neuen Mitbewohnerin sprechen und zwar… ruhig und freundlich?! D. h. also ab heute keine Rockmusik mehr und Schimpfwörter sind auch tabu!
  3. Flippy ist ein „Handfetischist“. Am Liebsten schnuppert sie an ihnen. Und solange sie keine Hasenzahn-Abdrücke hinterlässt, ist das auch vollkommen in Ordnung.
  4. Flippy mag keine hektischen und schnellen Bewegungen. Aus diesen Grund werde ich in Ihrer Gegenwart nicht tanzen.

Man kann nicht behaupten, dass ich die Welt der Haustiere nicht verstehen wollte. Doch bei all dem guten Willen: Wieso beißt das Nagetier jeden morgen beim Füttern meine Hand? Der Mangel an Ungesittetheiten bleibt mir unklar. Damit schließe ich das Kapitel Haustier Sitting ein für alle mal ab und beschränke mich beim nächsten mal nur noch auf die Pflanzenpflege.

21. August 2007

Wetter, Wetter, Wetter…

Ach ja, es ist Sommer… Und wenn ich nach draußen gucke, sehe ich Regen und Nebel…

Zur Erheiterung gibts heute mal ein paar Bauernweisheiten, die erklären warum das Wetter so schlecht ist:

  • Abendrot - Gutwetterbot’ - Morgenrot mit Regen droht.
  • Bei rotem Mond und hellen Sterne, sind Gewitter gar nicht ferne.
  • Nebel, wenn er steigend sich verhält, bringt Regen, doch klar Wetter wenn er fällt.
  • Donnert’s durch den kahlen Wald, wird’s noch mal sehr kalt.
  • Dreht mehrmals sich der Wetterhahn, so zeigt er Sturm und Regen an.
  • Geht die Sonne feurig auf, folgen Wind und Regen drauf.
  • Was der Blitz treffen will, das trifft er schnell.
  • Ziehen die Wolken dem Wind entgegen, gibt’s am anderen Tag Regen.

Quelle: Bauernregeln.net (dort gibts übrigens auch ein sehr lustiges Kuhspiel)

18. Juni 2007

Neu! Spaß

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