04. März 2009

Über Sinn und Unsinn eines Kratzbaumes - Warum Katzen Kratzbäume brauchen.

Wer schon mal das Vergnügen hatte, Katzenhalter zu sein, und eine kleine Fellnase sein eigen nennen durfte, wird das Problem kennen: Sobald unser Stubentieger aus der Pubertät raus ist und nicht mehr das süße kleine Katzenbaby ist, sondern eine ausgewachsene Katze, fängt sie an wo sie geht und steht alles zu zerkratzen. Doch Vorsicht, das Kratzen ist keineswegs ein Akt der Boshaftigkeit oder eine Demonstration der Unzufriedenheit! Vielmehr ist das Kratzen ein vollkommen natürliches und absolut instinktives Verhalten, das aussschließlich dem Schärfen der Krallen gilt. Denn die Krallen unserer kleinen Lieblinge sind in der freien Wildbahn sehr wichtig, um guten Halt an Bäumen und Ästen zu haben, und sich darüber hinaus auch vor natürlichen Feinden zu verteidigen. Für eine Katze ist das Schärfen der Krallen also genauso wichtig wie für einen Rennfahrer das Pflegen seines Autos. Insofern sollte jeder Katzenhalter beachten, dass es vollkommen zwecklos ist, den Katzen das Schärfen ihrer Krallen abgewöhnen zu wollen. Im Gegenteil, man sollte ihnen die Möglichkeit geben, dies weiterhin in unseren vier Wänden (also in ihrem Revier) zu machen. Die Lösung für dieses Problem ist ein Kratzbaum. Solche Bäume gibt es in jedem Katzenbaum Shop sowie im gut sortierten Fachhandel. Sie werden sich wundern, wenn ihre Katze von einem Tag auf den anderen aufhört, ihre teuren Möbel zu zerkratzen, und sich fortan auf dem Kratzbaum vergnügt. Ein guter Kratzbaum ist darüber hinaus nicht nur zum Schärfen der Krallen da, sondern auch zum Toben, Spielen und Dösen. Schaffen Sie ihrer Katze einen Kratzbaum an und sie werden sich wundern, was für einen Unterschied es macht!

10. Januar 2008

Ein neues Jahr, ein neuer Knut

Während Knut langsam erwachsen wird, gibt es jetzt ein neues einsames Eisbärbaby. Diesmal nicht in Berlin sondern in Nürnberg.

Hier gab es gleich drei Eisbärbabys und die Muttis Vera und Vilma. Nach kurzer Zeit dann das Drama: Eisbär Mami Vilma frisst ihre beiden Jungtiere. Auch bei Vera gibt es erste Anzeichen dafür, dass Sie ihr Jungtier fressen wird.
Ein kampf zwischen Tierschützern und Tierzüchtern in den Medien beginnt. Die Zooleitung beruft sich vor allem auf Zuchtrichlinien, die besagen, dass Jungtiere, die von der Mutter gefressen werden, nicht lebensfähig waren. Der Zoo habe also richtig gehandelt.
Dies sehen die Tierschützer anders: man sei schließlich im Zoo und nicht in der Wildnis und hätte somit die Signale von Mutter Vilma rechtzeitig deuten und die kleinen Eisbärbabys retten müssen.

Ob nun durch den Mediendruck dazu gezwungen oder aus freiem Willen, hat sich die Zooleitung im Falle von Veras Eisbärbaby noch einmal umentschieden und hier doch eingeriffen. Eisbärmutter und Eisbärbaby sind nun von einander  getrennt.
Dem kleinen Eisbärmädchen geht es laut der Zooleitung sehr gut. Es ist wohlgenährt, trinkt und schläft gut. Zwei Pfleger kümmern sich abwechselnd um das kleine Eisbärmädchen, was nun genau wie Knut im letzten Jahr, mit der Flasche groß gezogen wird.
Mit Glück kann die Kleine Ostern im Nürnberger Zoo angesehen werden. Hoffentlich hat sie bis dahin einen Namen. Wenn ihr einen schönen Vorschlag habt, könnt ihr diesen gerne als Kommentar hinterlassen.

03. September 2007

Haustier Sitting – Ein abgeschlossenes Kapitel

Meine Freundin hat eine kleine Tochter, die sechs Jahre alt ist. Und was wünschen sich Kinder diesen Alters am Sehnsüchtigsten? Richtig: Einen eigenen Fernseher im Zimmer, jede Menge kitschigen Schmuck und ein eigenes Pferd! Nur gut, das letzteres nicht in die Wohnung und in das Budget meiner Freundin passen, sonst würde ich über die Sommerferien nicht einen Hasen namens Flippy Haustier sitten, sondern womöglich ein Pferd namens Cindy! Das wäre erst recht ein Desaster! Schließt jetzt bitte schön keine voreiligen Urteile: Ich mag Tiere! Sie sind es, die keine Manieren haben….
Vor sechs Monaten ist mein Bruder in den Urlaub gefahren, und da er wusste, dass ich nicht ablehnen kann, hat er mir seine Katze Lola und The Brain, eine Ratte, aufgedrängt. Wie schon diese unharmonische Kombination erahnen lässt, entpupte sich die gesamte Woche zu einem absoluten Alptraum: Die Katze hat bereits bei unserer ersten Begegnung ihre Duftmarken in der gesamten Wohnung verteilt. Ihre Lieblingsaufgabe war es, mir direkt ins Gesicht zu pupen! Ich dachte nur: Die Arme, da sie den ganzen Tag in der Wohnung hausen muss, leidet ihr Verdauungs­tracht an Bewegungsmangel. Um dem entgegenzuwirken, bin ich mit Lola durch die Wohnung gejoggt, habe sie den Katzenbaum hoch und runter gejagt, und als ich dann ganz aus der Puste war, gönnte ich mir zur Entspannung eine Lesepause. Doch kaum hatte ich die erste Seite des Magazins aufge­schlagen, war Catwoman ganz in ihrem Element: Seiten zerfetzten bis zur Unlesbarkeit! An Freundschaft war von da an nicht mehr zu denken!
Und jetzt zur Ratte – The Brain: Sie wusste genau, dass wir Menschen nicht viel klüger als sie selbst ist sind und unverschämter weise, musst sie das auch demonstrieren! Wer also denkt, man kann eine entlaufene Ratte mit einen Stückchen Käse wieder einfangen der irrt! Den Käse hat The Brain zwar genüsslich verputzt, doch aus dem Käfig mit der Lockspeise ist sie trotzdem entwischt! Nach einer zweistündigen Katz und Maus – Entschul­digung – und Ratten Jagd, wurde es The Brain zu langweilig und sie beschloss, dass der Klügere aufgäben müsse. Nicht ich. The Brain tänzelte zufrieden zurück in ihren Käfig.Nach bereits gesammelten Haustier-Sitting- Erfahrungen, werde ich es diesmal mit Flippy besser organisieren – im eigenen und dem Interesse des Hasens! Also recherchiere ich ihm Internet und find interessante Informationen:

  1. Der Hase sieht zwar aus wie einer, ist aber in Wirklichkeit ein Kaninchen.
  2. Da Flippy einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn hat, werde ich viel mit meiner neuen Mitbewohnerin sprechen und zwar… ruhig und freundlich?! D. h. also ab heute keine Rockmusik mehr und Schimpfwörter sind auch tabu!
  3. Flippy ist ein „Handfetischist“. Am Liebsten schnuppert sie an ihnen. Und solange sie keine Hasenzahn-Abdrücke hinterlässt, ist das auch vollkommen in Ordnung.
  4. Flippy mag keine hektischen und schnellen Bewegungen. Aus diesen Grund werde ich in Ihrer Gegenwart nicht tanzen.

Man kann nicht behaupten, dass ich die Welt der Haustiere nicht verstehen wollte. Doch bei all dem guten Willen: Wieso beißt das Nagetier jeden morgen beim Füttern meine Hand? Der Mangel an Ungesittetheiten bleibt mir unklar. Damit schließe ich das Kapitel Haustier Sitting ein für alle mal ab und beschränke mich beim nächsten mal nur noch auf die Pflanzenpflege.

18. Juni 2007

Neu! Tiere

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