21. November 2007

Erlesene Handwerkskünste auf Märkten

Die Vorführung von altem und seltenem Handwerk und teilweise schon ausgestorbener Kunst erfreut sich in der heutigen Zeit auf Themenbezogenen Märkten und größeren Verbrauchermessen großer Beliebtheit. Große Menschentrauben stehen um den vorführenden Kunsthandwerker und sind an den Werkzeugen, der Umsetzung und Historie seines Handwerkes interessiert. Kaum zu glauben, dass da ein Mensch aus einem Holzstück feingliedrige Skulpturen mit wenigen Hilfsmitteln erschafft. Unmöglich, dass aus einem abgerichteten Holzbrett ein negativ und spiegelverkehrt geschnitztes Springerle Model entsteht. Faszinierend, wie ein Glasbläser mit etwas Hitze und der Kraft seiner Lunge kunstvolle Formen entstehen lässt. Erstaunlich, wie in der kundigen Hand des Schreiners die verschiedensten nützlichen Kleinmöbel gefertigt werden. Einfach unvergleichlich, wie aus verschiedenen Glasteilen ein ganzes Glasmosaik zusammengesetzt wird.

An solchen Reaktionen kann man erkennen, dass dem breiten Teil des Publikums die Bindung zur Herstellung der einzelnen Produkte fehlt. Oftmals wird auch durch billige und massenhaft produzierte Produkte der Mitbewerber aus dem Ausland der Wert der in reiner Handarbeit hergestellten Artikel erheblich geschmälert. Viele Kunden entscheiden sich für ein scheinbar ähnliches, jedoch qualitativ keinesfalls gleichwertiges Stück.

Auf Kunsthandwerker-Märkten sollte unbedingt auf den Unterschied zwischen selbst produzierendem Kunsthandwerk und fliegenden Händlern mit minderwertigen Waren geachtet werden. Beim käuflichen Erwerb derartiger Handelsware sollte man auch bedenken, dass viele dieser Produkte in ausgebeuteten Drittländern entstehen und arme Menschen, ja teilweise sogar Kinder unter unwürdigsten Bedingungen an der Herstellung solcher Waren arbeiten müssen. Durch die Anschaffung jedes Stückes wird also zwangsläufig die Billigarbeit gefördert.

Beim Erwerb eines kunstgewerblichen Artikels sollte man sich also vom Kunsthandwerker oder Künstler selbst eingehend über die Herstellung seiner Produkte und die Herkunft der Materialien beraten lassen. Ein qualitativ einwandfreies Stück deutscher Handarbeit wird das Herz dauerhaft erfreuen.

U-Boote als Motive für Gemälde

Die Maritime Malerei ist eine Sparte der Kunst, in der hauptsächlich das Meer und seine klassischen charakteristischen Motive wie Leuchttürme, Segelschiffe oder einzelne Strandabschnitte dargestellt werden. Dabei werden kräftige Farben verwendet und es wird peinlich genau auf feinste Details bei der Abbildung der jeweiligen Motive geachtet. Auch die historische Richtigkeit der abgebildeten Szenen und realistische Größenverhältnisse sollten ebenfalls Beachtung finden. Diese Untergattung der Malerei findet ihre Auftraggeber oft in ehemaligen Seereisenden, die sich ein Bild des Schiffes, auf dem Sie ihre Seereisen absolvierten, als Erinnerung in Ölfarbe oder als Aquarell gestalten lassen. Manchmal wird ein Auftrag als Kapitänsbild realisiert, das heißt der Auftraggeber hat auf dem bildlich dargestellten Schiff sein Kapitänspatent erworben. Weitere potentielle Käufer sind oftmals geborene Küstenbewohner, die sich mit einem Seestück eine kleine Erinnerung an die alte Heimat in die eigenen vier Wände holen wollen.

Die angewendete Technik der Ölmalerei findet oftmals auch Verwendung im Schützenbedarf. So werden individuelle Porträts als handgemalte Ehrenscheibe zu besonderen Anlässen überreicht. Solche Auftragsarbeiten im Kunsthandwerk erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit. In den Zeiten der Überflussgesellschaft der westeuropäischen Welt zeigt der Trend klar in Richtung individueller Geschenkideen und Einzelanfertigung. Dabei zählt neben dem Gedanken, ein wertvolles Unikat zu besitzen oftmals auch der künstlerische Anspruch bei der Beauftragung eines Werkes.

Neben der billigen Massenproduktion vieler Druck- und Werbeerzeugnisse kann durch die Verlagerung des Konsumverhaltens der Menschen die Kunst der Malerei wieder Pluspunkte sammeln. Es bleibt zu hoffen, dass sich infolge dieses Umbruchs neue Stile und Techniken in der Malerei entwickeln und dass die kunstvolle Handarbeit im Zuge der „Digitalisierung der Gesellschaft“ nicht untergeht.

13. November 2007

Lustige Weihnachtsgedichte

Hallo ihr Lieben,

Weihnachten ist nicht mehr weit, letzte Nacht gab es zum ersten Mal Frost. Also habe ich mich auf einen Streifzug durch die Weihnachts-Weiten im Internet begeben und ein paar lustige Weihnachtsgedichte gefunden:
Als erstes darf natürlich mein Lieblingsweihnachtsgedicht nicht fehlen: “Von drauß’ vom Aldi, da komm ich her” (Knecht Ruprecht, nur anders - bitte nicht ernstnehmen ;-))

Von drauß’ vom Aldi komm ich her,
ich muß Euch sagen, die Regale sind leer.
All überall auf den Stufen und Kanten
saßen Türken, Polen und Asylanten.
Und draußen vor dem Eingangstor schaut verschüchtert ein Deutscher hervor,
und fragt mit leiser Stimme: “Ist für mich auch noch was drinne?”

Und wie ich so geh an der Kasse vorbei, seh ich auch Leute aus der Türkei.
Die haben gekauft und gefüllt ihre Taschen, die Deutschen, die gucken nur dumm diese Flaschen!
Wollt ich noch kaufen ein Stück Käse, schnappt sich den letzten ein Libanese.
Ich flitze zur Tür ich armer und stieß zusammen mit einem aus Ghana.
Dann wollt ich noch schnell zum Wohnungsamt, kommen mir fünf Polen entgegengerannt.
Völlig genervt fuhr ich mit dem Busse, sitzt mir gegenüber ein Russe.
Der Pole hat Kohle und reichlich Kredit, wir zahlen die Zeche für alle gleich mit.
Der Türke hat Häuser in der Türkei, der Deutsche keine Wohnung das arme Ei.
Komm lieber Asylant und sei unser Gast, gib uns die Hälfte von dem was Du hast.

————————————————

Und noch ein nettes, was auf das selbe Reimschema passt:

Der geklaute Weihnachtsbaum

Vom Walde draußen bin ich her,
ich wußte gleich, es weihnachtet sehr,
als dieser Kerl mit Beil und Schlitten,
verdächtig um mich rumgeschlichen.
Jetzt fängt er an mich umzuhauen,
Au! das tut weh! Der will mich klauen!
Auf den Schlitten werd ich geschmissen,
die Spitze beinahe abgerissen.

Dann hastet er eilig durch den Wald,
inzwischen ist ihm lausig kalt.
Womöglich macht zu dieser Stunde
der Förster grade seine Runde?
Jetzt fliegt über ‘ne Wurzel hin
und schrammt sich auf das Doppelkinn.
Bleibt stehn um etwas zu verschnaufen
und merkt, jetzt hat er sich verlaufen!

Sucht fluchend nun am Waldesrand
bis er sein Auto wiederfand.
Wirft mich, er hat`s gefunden kaum,
samt Schlitten in den Kofferraum und startet…
aber, tuck, tuck, tuck,
das Auto macht nicht einen Ruck.
Wär nicht ein netter Mensch gekommen,
der ihn in`s Schlepptau hat genommen.
er stünde dort noch sicherlich-

Weinachtsbäume, die klaut man nich!