02. Juni 2008

Burnout Syndrom abbauen

Erschöpfungszustand oder Fatigue (=Müdigkeit) sind alternative Namen für einen Zustand, den man als übermäßig müde, kraftlos und erschöpft charakterisieren kann. Natürlich hat jeder leistungsorientierte Mensch Phasen, in denen man weniger leistungsfähig ist, der Körper Pausen braucht. Problematisch wird dies dann, wenn das Ausgebranntsein über das normale, übliche Maß hinaus auftritt.
Symptome sind generell Übermüdung, permanente Frustration, Enttäuschtsein über die eigenen Leistungen im Vergleich zu den (übermäßig hohen) Erwartungen, Schuldgefühle und Versagensängste. Depression ist ein sehr häufig begleitender Umstand, der sich nicht immer so genau unterscheiden lässt. Selbstvorwürfe, Appetitlosigkeit bis zu Selbstmordabsichten sind so selten leider nicht. Am auffälligsten ist jedoch die Schlafphase. Denn gesundes Schlafen fällt vielen Menschen aufgrund diverser Ursachen oft schwer.
Da Körper und Geist bekanntlich eine Einheit bilden, resultieren aus diesen geistigen Fehlhaltungen auch körperliche Folgen. Diese gehen von Verspannungen, Verkrampfungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden bis zu Schlafstörungen und Verlust der Libido.
Ursachen des Burnout-Syndroms sind regelmäßig hohe Belastung, mangelnde persönliche Freiräume sowie zu hohe Ansprüche und Erwartungen an sich selbst.
Will man nun diesen Burnout abbauen, gilt regelmäßig auch, dass die Betroffenen in der schlimmsten Phase selbst keinen gedanklichen Raum für Lösungswege aufbringen können.
Das hat meist auch zur Folge, dass im heimischen, alltäglichen Umfeld kaum bis wenig Verständnis und Anerkennung für die Burnout-Situation aufgebracht wird. Daher macht eine Einzeltherapie oder Gruppentherapie auf jeden Fall Sinn.
Hier sollte bewusst werden, dass die eigene Gesundheit Priorität hat. Denn auf der eigenen Gesundheit basiert unser Leben unsere Existenz. Ein zweiter Schritt sind persönliche Freiräume, Freizeit. Hier sollte man sich bewusst Gedanken machen, wann man besonders angespannt und frustriert war. Genau davor sollte man sich Zeit für sich gönnen, soziale Kontakte pflegen und/ oder Sport betreiben. Kurzfristig kann hier gerade zu Beginn der Genesung ein Urlaub und der damit verbundene Abstand zum Alltag sehr gut tun. Autogenes Training wie Yoga ist ebenfalls hilfreich und führt manche zu einer neuen Wahrnehmung des eigenen Bewusstseins. Geben Sie der Gelassenheit eine Chance!

Währungsgewinne mit Zertifikaten erzielen

Etwa 2 Billionen Dollar werden an den internationalen Währungsmärkten umgesetzt – pro Tag. 2 000 000 000 000 Dollar. Jeden Tag.
Devisen sind damit der größte Finanzplatz weltweit. Mit Aktien werden dagegen täglich etwa “nur” 100 Milliarden Dollar umgesetzt. Als Privatanleger sind Devisen im Vergleich zu Aktien und Aktienfonds natürlich kaum ein Begriff. Das liegt vor allem daran, dass der Devisenhandel jahrelang traditionell von institutionellen Investoren dominiert wurde und so dem privaten Anleger gar nicht zugänglich war. Seit einiger Zeit nehmen an diesem größten Markt aber nun auch Privatanleger teil – mit und dank Zertifikate.

Der Devisenmarkt ist relativ komplex und nur schwer durchschaubar. Zertifikate schaffen Transparenz und machen eine Anlage in Zertifikate für den Privatanleger im Devisenmarkt interessant. Auch lässt sich bei rechtzeitiger Anlage regelmäßig die neue Abgeltungssteuer umgehen. Der entscheidende Grund für eine Geldanlage mittels Zertifikate ist aber, dass die Devisenmärkte weitgehend von den Trends der Börse abgekoppelt, unabhängig sind. Anders als nie Aktien spekuliert man nicht auf eine Wertentwicklung der gekauften Aktie selbst. Bei Zertifikaten macht immer ein Vergleich zwischen zwei Währungen die Musik. Die Entwicklung des Verhältnisses zwischen zwei Währungen ist also ausschlaggebend. Wer also denkt, dass der Euro stärker wird, der muss sich bei Zertifikaten in diesem Sinne überlegen zu welcher anderen Währung im Vergleich denn der Euro zunehmend stärker wird. In der jüngeren Vergangenheit wäre beispielsweise der Euro im Vergleich zu Dollar im stärker – mehr wert – geworden oder umgekehrt der US-Dollar immer schwächer – weniger Wert – im Vergleich zum Euro. Da das Dollar-Euro-Verhältnis natürlich uns gedanklich am meisten berührt und auch nachvollziehbar ist, wird dieses auch sehr häufig mit Zertifikaten gehandelt. Generell gilt, dass solide Währungen weniger Gewinnmargen versprechen, als exotische Währungen mit mehr Risiko. Daher macht bei riskanten Devisen eine Absicherung Sinn.

Ist die GmbH überholt?

Die altehrwürdige GmbH ist überholt!? Gerade die Flut von Gründungen einer englischen Limited zeigen, dass diese plakativen Sätze ihre Wirkung nicht verfehlen. Sicherlich hat auch die englische Limited ihre Daseinsberechtigung. Diese Rechtsform aber als das Nonplusultra darzustellen erscheint weitgehend unseriös. Man liest Aussagen wie z.B.: “Im Geschäftsverkehr ist eine Limited ohne Kapitalausstattung höchst angesehen” oder “Es entscheiden sich vor allem erfahrene Unternehmer für die Limited”. Glauben Sie das wirklich?
Nachstehende Aussagen sind zur Verdeutlichung unseriös, da sie nur die halbe Wahrheit wiedergeben: “Ein Unternehmen kann man mit einer Limited mit 1 Pfund Eigenkapital führen!” Bei einer Pleite haften die geschäftsführenden Gesellschafter – anders als im deutschen Recht nicht!” oder “Die Gründung einer Limited ist erheblich billiger als die teure Gründung beim deutschen Notar!”. Diese Sätze, die man immer wieder lesen kann zeigen ganz deutlich, dass wir schnellstens die GmbH-Reform und damit die Mini-GmbH und die Unternehmergesellschaft (UG) brauchen.
Die Mini-GmbH und die Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG) sind in Deutschland die Gesellschaftsform der Zukunft. Zu lange darf der Gesetzgeber aber mit der Einführung durch die GmbH-Reform nicht mehr warten. Wer von diesen beiden Gesellschaftsformen der Sieger sein wird, wird sich zeigen. Von Beraterseite wird man verstärkt auf die Kapitalausstattung achten müssen. Was bisher der Gesetzgeber vorgab ist jetzt zum Teil auf die Gesellschafter verschoben. Diese haben Maßnahmen gegen eine drohende Überschuldung oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit einzuleiten. Bereits bei der Gründung wird man als Berater die Überführung der Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG) in eine Mini-GmbH und die Verstärkung des Eigenkapitals in der Mini-GmbH ins Auge fassen müssen. Denn nur eine Gesellschaft mit der erforderlichen Eigenkapitalausstattung hat die Chance zu überleben. Nach der ersten Gründungswelle werden die Insolvenzfälle sicher zunehmen. Trotzdem ist die Gesetzesinitiative und der Weg in die Mini-GmbH bzw. die Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt (UG) zu begrüßen. Man darf gespannt bleiben, wie sich die Einführung in der Praxis auswirkt.