10. Februar 2009

Geldanlagen: Sicherheit geht vor

Über Geldanlagen sprechen nur die wenigsten Deutschen wirklich offen miteinander. Wenig verwunderlich also, dass viele Deutsche gar nicht wirklich wissen, welche Möglichkeiten es gibt Geld rentabel zu investieren. Den meisten Anlegern sind nur Standardprodukte wie Sparbriefe, Sparbücher, Festgeldkonten und Tagesgeldkonten ein Begriff. Aufgrund ihres Risikoprofils haben viele Anleger damit auch schon die passende Geldanlage für sich gefunden. Sie meiden Risiken, wo es nur geht.

Die wenigen risikofreudigeren und vor allem renditehungrigeren Anleger in Deutschland vertrauen da meist auf unpopulärere Produkte. Aktien und Aktienfonds werden zwar nur von verhältnismäßig wenigen Anlegern genutzt, sind aber gerade bei vermögenden Anlegern eine sehr beliebte Assetklasse. Zur Jahrtausendwende investierten zwar auch sehr viele Kleinanleger in Aktien. In Folge der heftigen Kurseinbrüche nach dem Platzen der Internetblase, verloren aber viele dieser Privatanleger einen großen Teil ihres Vermögens und mieden seither Aktienanlagen. Aber auch konservative Kleinanleger finden an der Börse mitunter attraktive Produkte, die mit weit geringeren Risiken verbunden sind als Aktienanlagen: Unternehmens- und Staatsanleihen bieten oft attraktive Renditen zu überschaubaren Risiken. Für viele Anleger sind sie daher ein fester Bestandteil im Portfolio.

Im Bereich der konservativen Sparprodukte achten Anleger aber immer seltener darauf, ob sie eine Toprendite erzielen oder nicht. Viele Kunden möchten ihr Geld einfach besonders sicher anlegen. Sie ziehen die Anlage bei einer Sparkasse häufig den Angeboten von Direktbanken vor, auch wenn sie dadurch eine geringere Rendite in Kauf nehmen müssen. Die Finanzkrise und die damit verbundenen Bankenpleiten haben diesen Trend noch verstärkt.

Aber auch Bausparverträge stellen eine beliebte Form des Vermögensaufbaus dar. Regelmäßige Sparraten werden oft sogar staatlich gefördert. Außerdem nutzen viele Anleger den Vorteil, sich ein Darlehen sichern zu können. Denn die eigene Immobilie ist für viele Deutsche nicht nur Lebensgefühl, sondern die Geldanlage Nummer eins.

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