29. Juli 2010

Was ist Ökotourismus?

Er ist ganz groß im Kommen: der Ökotourismus. Aber was bedeutet er eigentlich? Grob gesagt, ist es der sanfte Tourismus, der viel Rücksicht auf Natur und die lokale Bevölkerung nimmt. Dabei ist der Begriff als solches leicht dehnbar, denn auch Tourismus in Naturschutzgebieten wird manchmal als Ökotourismus bezeichnet, obwohl er nicht umweltschonend ist. Dabei ist er nicht mit Naturtourismus zu verwechseln, da dieser zwar in der Natur stattfindet, deswegen sie aber keineswegs schützen muss. Der Begriff kommt aus dem amerikanischen ‘Ecotourism’, der bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts aufkam, doch es war Namibia, das als erstes den Ökotourismus einführte. Es fügte dem Umweltschutz einen Verfassungsschutz zu und seitdem wird der Ökotourismus dort stark gefördert. Die Blaue Flagge ist ein wichtiges Label für diese Art Tourismus.

Die dunkle Seite
Es gibt jedoch auch negative Aspekte. Ganz besonders dort, wo der Ökotourismus als Geldeinnahme verstanden wird und nicht mehr zum Schutz der Natur an sich gilt. So wurden beispielsweise vielerorts ganze Wälder abgeholzt, um Wanderweg, Fahrradwege oder auch Heizmaterial zu erhalten. Außerdem bringt der Ökotourismus die Gefahr, dass sich dort ein Massentourismus entwickelt und so das Gebiet im Nachhinein zerstört wird. Oftmals geht der Tourismus in Gebiete, wo es besonders seltene Tiere gibt, Beispiel sind die Galàpagos-Inseln, die in sehr delikaten Situationen wie Brut oder Laich gestört werden. Ganze Völker wurden aus ihrem Lebensraum vertrieben, weil man das Gebiet für den Tourismus absperrte. Wie bei allem, hat auch der so gut klingende Ökotourismus seine dunklen Schattenseiten.

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