30. August 2010

Mehrere Tagesfahrten an Stelle einer Mehrtagesfahrt

Nachstehende Anregung fand ich so gut, dass ich sie als Anregung weitergeben möchte.

Als diesjähriges Klassenfahrten-Ziel war die holländische Nordsee vorgesehen. Es sollte aber anders kommen. In unsere Klasse -die 10b einer Hauptschule- kam es in jüngster Zeit häufiger zu Streitereien zwischen einigen Schülern.

Unser Lehrer war natürlich nicht davon angetan und drohte, die Klassenfahrt platzen zu lassen. Er könne es sich und der für die Begleitung vorgesehene Kollegin nicht zumuten, Verantwortung für eine 5-tägige Klassentour zu übernehmen.

Wir waren zwar traurig, mussten es aber schließlich einsehen. Wieder einmal hatten einige Unverbesserliche der Gesamtheit geschadet.

Dann wurde es aber doch noch eine für alle schöne Klassenfahrten-Woche.

Einer hatte die Idee und so konnten Lehrer und Schulleiter überzeugt werden.

Statt einer 5-tätgigen-Fahrt mit 4 Übernachtungen wurden 5 Tagesfahrten mit interessanten Zielen und Programmen organisiert.

Der Knackpunkt Übernachtungen war somit entschärft.

Hierzu noch ein Bericht über die praktische Arbeit an unserer Schule.

Ich bin Vorsitzende der Klassenpflegschaft und als solche auch mit dem Thema

Klassenfahrten befasst.

Das wird vom Klassenlehrer und von der Elternschaft so gewünscht.

Die Gründe für den Lehrer: er muss die organisatorische Arbeit nicht allein übernehmen

und kann – weil die Eltern eingebunden sind – auch mit der Zustimmung rechnen.

Beides Punkte, die erheblich Zeit sparen und den Ablauf bis hin zur Buchung der Fahrt

erheblich vereinfachen.

Die Gründe für die Eltern: sie sind von Anfang an einbezogen und können Einfluss nehmen –

vor allem auf die Kosten.

Für beide Parteien besteht Einvernehmen über die Notwendigkeit einer Klassenfahrt.

Es ist sogar so, dass nur durch das Mittun der Elternschaft eine solche Fahrt zustande kommt.

Das ist gleichzeitig der einzige Punkt, der aus Sicht der SchülerInnen für die Beteiligung

der Eltern spricht. Ansonsten wünschen sie sich natürlich möglichst allein über Ziel und

Programm der Klassenfahrt befinden zu können.

Ich kann Lehrer und auch Schüler verstehen. Die Lehrer sind mit Ihren Aufgaben mehr als

ausgelastet und haben es natürlich nicht einfach bei zusätzlichen Aufgaben.

Da sind die Zielfindung, eine sinnvolle Programmgestaltung und natürlich die Kostensicht.

Sie müssen auf Freizeit und Familie verzichten, die Fahrt in der Regel ganz oder teilweise

selbst finanzieren, die dann besonders ausgelassenen SchülerInnen im Zaum halten und

tragen dann noch die Gesamtverantwortung unterwegs.

Die SchülerInnen möchten natürlich ein Programm, das mit Schule wenig zu tun hat:

nämlich viel Freizeit und immer wieder Fun.

So ist und bleibt es aus Sicht der Elternschaft sinnvoll, die Klassenpflegschaft bei

Klassenfahrten einzubeziehen.

Was die umfangreichen Vorarbeiten angeht, so haben wir uns darauf geeinigt, die Arbeit

von anderen machen zu lassen, nämlich von einem Anbieter für Klassenfahrten.

Das hat bisher stets gut geklappt.

Im Fahrtenkatalog, der uns als gute Kunden jährlich zum Schulbeginn nach den Sommer-

ferien zugesandt wird, sind eine Reihe interessanter Ziele – jedes Jahr sind einige neue

Angebote dabei – mit Programmvorschlägen dargestellt..

Änderungen/ Ergänzungen sind leicht möglich und werden vom Veranstalter berücksichtigt.

Ein weiterer großer Vorteil ist es, dass die Anmeldung bzw. Buchung der einzelnen

Programmpunkte mit erledigt wird.

Uns alles zu einem Festpreis. Natürlich gibt es auch andere Handhabungen an unserer

Schule, aber die werden weniger.

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