08. Januar 2009

Vereinfachungen des täglichen Lebens

Was bringt einen Menschen dazu, etwas zu erfinden? Und was macht einen kreativen Kopf zum Erfinder? In den meisten Fällen kann man Erfindungen einfach der menschlichen Faulheit zugute schreiben. Ob die Dampfmaschine, die Waschmaschine, der Elektroherd, der Computer oder der selbst agierende Rasenmäher, der Mensch erfindet Dinge, die ihm das Leben und vor Allem die Arbeit leichter machen sollen. Die Fördermaschine, die Kohle, Eisenerz oder Salz aus den Bergwerken heraufbringt gehört genau so dazu, wie das Küchenmesser, das sich seit seiner ursprünglichen Erfindung zwar sehr viel weiter entwickelt hat, aber noch immer der ihm zugedachten Funktion entsprechend gebaut wird. Wer kann sich heute noch daran erinnern, dass vielleicht noch die Oma erst Feuer im Badeofen machen musste, um das Wasser für das wöchentliche Bad zu erhitzen? Allerdings wird das Erfinden häufig mit dem Entdecken verwechselt. Letzteres bezeichnet einen Umstand oder eine Sache, die bereits vorhanden ist, aber bis zu ihrer Entdeckung nicht bekannt war. Die Erfindung aber bezieht sich auf bereits bekannte Dinge, die sie in einen neuen Zusammenhang setzt. Die Schwerkraft beispielsweise wurde entdeckt, der Aufzug, der die Schwerkraft durch Kabine und Gegengewichte nutzt, erfunden. Man könnte auch sagen, dass eine Entdeckung ein Naturgesetz definiert, eine Erfindung ein Naturgesetz umsetzt. Heutzutage werden meist greifbare, technische Neuerungen mit dem Begriff Erfindung belegt, die abstrakte oder philosophische Neuerung beispielsweise eines Versmaßes wird weitestgehend außer Acht gelassen. Die ersten Erfindungen wurden vermutlich bereits von Tieren gemacht, sicher bekannt und historisch belegbar sind allerdings Erfindungen, die der Mensch machte. Ob Faustkeil, Schwert oder Kanone, Sichel, Hammer oder Beil, sowohl Waffen wie Werkzeuge wurden als Vereinfachung von Leben und Arbeiten empfunden.

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