Perfektionisten gesucht
Der Beruf des Butlers ist noch nicht ausgestorben. Vielleicht sehen sie nicht mehr ganz so steif aus, wie man sie aus verschiedenen Filmen kennt. Häufig genießen sie auch keine Ausbildung mehr in einer speziellen Butlerschule, obwohl es diese noch immer gibt. Nicht selten waren Butler jahrelang in angesehenen Hotels tätig, bevor sie in einen Privathaushalt wechseln. Wer einen Butler heutzutage einstellt, erwartet ein Allroundtalent, das sich mit allen Dingen, vom Kochen bis zum Schuheputzen auskennt. Dabei soll er stets gepflegt aussehen und das vom Scheitel bis zur Sohle, wobei die Fingernägel nicht zu vergessen sind. Natürlich wird ein perfekter Umgang mit Gästen vorausgesetzt, weswegen Fremdsprachenkenntnisse sehr wichtig sein können. Wer über entsprechendes Sprachwissen verfügt, hat in diesem Berufsfeld gute Chancen, im Ausland zu arbeiten. Bei Hauspersonal, wie hier, bei dem ein enger Kontakt zwischen der Familie und dem Personal besteht, ist es außerdem sehr ausschlaggebend, dass sich Butler und Familie gut aufeinander einstellen können. Dabei mag es Unterschiede geben zwischen Arbeitgebern aus der Industrie und dem Adel. Gerade Adlige sind Pünktlichkeit in besonderem Maße gewöhnt und erwarten, dass selbstverständlich von ihrem Personal. Ein Butler in einem Adelshaus sollte außerdem die Titel kennen, um Gäste richtig begrüßen zu können. Ein besonderes Aushängeschild eines Butlers ist die Tischdekoration. Hier sollte alles exakt und ansprechend sein. Es versteht sich von selbst, dass ein Butler über eine hohe Selbstbeherrschung verfügen muss. Und sollte eine Anweisung einmal etwas merkwürdig erscheinen, so ist sie dennoch widerspruchslos zu befolgen. Es mag hart sein gutes Personal zu finden, doch es ist nicht unmöglich.
Trackback
RSS Feed
Noch keine Kommentare!