Der Surfsport in Deutschland und international
Wenn man an Hawaii denkt, dann verbindet man damit vermutlich in erster Linie kristallklares Wasser, weiße Sandstrände, Blumenkränze und auch Wellenreiten. Dieser auch in Europa und auch in Deutschland immer beliebter werdende Trendsport hat seine Wurzeln auf Hawaii, bereits vor vielen tausend Jahren haben die Einwohner der Südseeinsel die Wellen des Pazifiks genutzt, um der Physik, vor allem der Schwerkraft zu trotzen und auf den am Strand brechenden Wellen zu surfen. Der Wellengang vor Hawaii stellt dabei die Königsklasse für Wellenreiter dar, doch auch in den gemäßigten Regionen in Europa bieten sich Gelegenheiten, auf Wellen zu reiten, selbst wenn diese nicht so hoch und stark sind wie im Pazifik. So begann bereits vor über fünfzig Jahren auf oder vor Sylt die Geschichte des deutschen Wellenreitens, entstanden aus einer kreativen Nutzung der Rettungsbretter, die Rettungsschwimmer einsetzten, um abgetriebene Schwimmer aus dem Wasser zu bergen. Zwar waren diese Bretter nicht vergleichbar mit den Eigenschaften eines richtigen Surfboards, doch eine Ahnung von den Möglichkeiten entstand damals bereits, und 1966 wurde der erste deutsche Surf-Club auf Sylt gegründet. Die erste deutsche Surfschule folgte dann elf Jahre später 1977, allerdings nicht auf Sylt, sondern am Atlantik, gegründet und geführt von zwei deutschen Sportstudenten. Dort kann man immer noch Surfen lernen und die ersten Stehversuche auf dem Brett machen, und weitere folgten ihnen in ganz Europa. Surfspots gibt es auch in Deutschland, so finden sich an Nord- und Ostsee entsprechende Spots, wenngleich die Wellen hier nicht so zuverlässig und fordernd sind, wie dieses im Atlantik oder Pazifik der Fall ist. Und selbst in oder genauer auf Flüssen lässt sich auf stehenden Wellen reiten, Bayern und die Schweiz bieten entsprechende Destinationen, und selbst am Bodensee vor der Insel Reichenau lassen sich bei rauem Wind ein paar Meter auf den Wellen zurücklegen.
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