Seepferdchen für Golfer
Wer das Schwimmen nicht grundsätzlich beherrscht, bekommt kein Seepferdchen. Wer die Grundregeln des Golfens nicht beherrscht, wird nicht auf den Platz im Golfclub gelassen. Golfen ist eine der wenigen Sportarten, bei denen es eine konsequente Eignungsprüfung gibt. Und viele Anfänger-Golfer sind deshalb ähnlich nervös wie vor der Führerscheinprüfung. Oft wird hin und wieder harmlos geübt, doch der endgültige Schritt aufs Club-Green immer weiter hinausgeschoben. Der Alltag lenkt ab, Arbeit und Kinder sind gute Gründe und die Prüfung wird zu einem Berg, der immer schwieriger zu erklimmen wird. Was ist denn nun diese mysteriöse Platzreife, die nachgewiesen werden muss? Es müssen grundlegende Kenntnisse der Spieltechniken ebenso wie Sicherheitsregeln und Etikette gezeigt werden. Das wichtigste ist die praktische Prüfung auf dem Platz, bei der insgesamt ein Handicap von -54 gezeigt werden muss, der Prüfling darf also höchstens 54 Schläge über den Par genannten Platzstandard liegen. Jeder Golfclub bietet die so genannte Platzerlaubnisprüfung an, national einheitliche Standards setzt der Golfverband (DGV). Auf der Driving Ranch wird vorher ordentlich trainiert, ähnlich dem Auto-Übungsplatz. Zusätzlich ist ein Intensivkurs zum Erlernen der Spieltechnik von ca. 10 Doppelstunden Training mit einem erfahrenen Golflehrer (denn der liebste Ehepartner muss nicht auch ein guter Golflehrer sein!) empfehlenswert. Mindestens einmal wöchentlich sollte das potentielle Golfclubmitglied durchaus üben, um fit zu sein, empfehlen Golftrainer. Nicht zu vergessen ist der theoretische Teil, der sowohl Sorgfaltspflicht als auch Aufarbeitung des Spielablaufs beinhaltet. Golfbälle und Schläger kann man in dieser Phase oft noch leihen, um sich dann später mit individuell passender Ausrüstung auszustatten, je nach persönlichem Spielstil.
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