28. Mai 2009

Private Altersvorsorge über die Riester Rente

Wer sich ein Bild der aktuellen Rentenlage macht, dem wird schon vor geraumer Zeit aufgefallen sein, dass immer weniger Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse immer mehr Rentnern gegenüberstehen. Auch die Erhöhung des Rentenalters auf mittlerweile 67 Jahre hat nicht den erhofften Ruck in das System gebracht. Der Staat setzt darauf, dass seine Bürger zusätzliche private Verträge abschließen, die die Versorgungslücke zwischen staatlicher Rente und finanziellem Bedarf, um den Lebensstandard sichern zu können, schließen sollen. Um dem erwerbstätigen Bürger dabei zur Seite zu stehen hat der damalige Minister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester die nach ihm benannte Riester Rente ins Leben gerufen. Einzahlungen in einen entsprechenden Sparvertrag sollen sowohl durch Zulagen als auch durch Steuerersparnisse staatlich gefördert werden. Wer einen Riester – Vertrag abschließt, der erhält die volle Höhe der Förderung allerdings erst dann, wenn insgesamt im Jahr vier Prozent des Bruttoverdienstes aus dem vorangegangenen Jahr eingezahlt werden. Viele Banken und Versicherungen bieten neben dem entsprechenden Sparvertrag an, sich jährlich um die Beantragung der Förderung zu kümmern, die im höchst möglichen Fall 154 Euro pro Sparer sowie 185 Euro pro kindergeldberechtigtem Kind (bei in oder nach 2008 geborenen Kindern 300 Euro) betragen. Sparer, die schon früh über die Altersvorsorge nachdenken, bekommen im Fall dass sie bei Abschluss des Vertrages das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben 200 Euro im Startjahr obendrauf. Verschiedene Angebote bei Banken, Versicherungen und über das Internet weisen darauf hin, dass man erst einmal prüfen sollte, ob man überhaupt zulageberechtigt ist. Allerdings sind das die meisten Deutschen, denn sogar wer Arbeitslosenunterstützung in Form von Entgeltersatzleistungen – so die offizielle Bezeichnung für die Hartz 4 Zahlungen – erhält, kann riestern.

Noch keine Kommentare!

Schreibe einen Kommentar

Folgende Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>