Die Kalibrierung von einem Messschieber
Mit einem Messschieber, oft Schieblehre genannt, werden Außen- und Innenmaße ermittelt und auch eine Tiefenmessung ist möglich. Damit die Messgenauigkeit jederzeit gewährleistet ist, muss ein Messschieber in regelmäßigen Abständen kalibriert werden. Eine Kalibrierung ist eine Vergleichsmessung, durch die Abweichungen entdeckt und dann in einem Kalibrierschein erfasst werden. Nur wenn diese Kalibrierung des Messschiebers regelmäßigen Abständen durchgeführt wird, ist auch gewährleistet, dass die Messungen genau sind und sich innerhalb der Fehlergrenzen bewegen, die durch die DIN 862 festgelegt sind. Die Kalibrierung selbst erfolgt nachdem der Messschieber gesäubert und entmagnetisiert wurde. Überprüft wird bei der Kalibrierung die Genauigkeit der Außenmessung- Innenmessung- und Tiefenmessung, wobei die Nullstellung zuerst überprüft wird. Hier sollte nicht nur der angezeigte Wert Null ergeben, denn auch bei einem geschlossenen Messschieber darf zwischen den beiden Messschenkeln kein Licht hindurch scheinen. Bereits diese einfache Messung gibt Auskunft über die Genauigkeit des Messschiebers. Die Ergebnisse der Kalibrierung werden auf dem Prüfmittel dokumentiert. Zudem bekommt jeder Messschieber nach der Kalibrierung eine Markierung, durch die die Vergleichsmessung bestätigt wird und aus der hervor geht, wann die nächste Vergleichsmessung erforderlich ist. Durch diese Markierung ist eine Verwechslung von Messschiebern ausgeschlossen. Stellt man bei der Kalibrierung zu große Abweichungen fest oder kommen Beschädigungen zum Vorschein, dann muss der betreffende Messschieber aussortiert werden.
Selbstverständlich werden nicht nur Messschieber kalibriert sondern auch auch andere Prüfmittel. Neben Messgeräten werden auch Mass- und Formverkörperungen in regelmäßigen Abständen geprüft. Dazu zählen zu Beispiel die Messuhr, die Messschrauben aber auch Prüfplatten oder Endmaße.
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